Kleine Zwitschereien aus Freienfels

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Kleine Zwitschereien aus Freienfels

Kleine Zwitschereien aus Freienfels von Anne Deus

Hier finden Sie nette Plaudereien zu den Themen Patchwork, Diamond Painting, Seifenmanufaktur - Neuigkeiten und nette Anekdoten "hinter den Kulissen".  Gerne greifen wir hier auch gezielt Ihre Themenvorschläge auf


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Diamond Painting in 60 Tagen - Tropical Flowers

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Diamond Painting "Paint along": Tropical Flowers in 60 Tagen - zuletzt aktualisiert am 31. März 2020

Es ist soweit, die neue "Paint along" Runde in einer Facebook Gruppe hat begonnen und ich habe mein Bild "Tropical Flowers" in Arbeit. Paint along - schonmal gehört, nicht wahr? Oder so ähnlich? Crochet along, sew along? Nichts anderes als beim rundenweisen oder blockweisen Häkeln oder Nähen in einer Gruppe verbirgt sich hinter einem "Paint along". Ein Bild entsteht nach und nach in einer Gruppe, es wird in 20 Felder aufgeteilt und alle drei Tage wird eine neue Nummer vorgegeben, das jeweilige Feld möchte dann in drei Tagen gefüllt werden. In der Gruppe werden dann die Ergebnisse geteilt und man bestaunt gemeinsam die tollen Fortschritte. Mit meiner Vorliebe für eher große Bilder werde ich vermutlich beim ein oder anderen Feld ins Schleudern kommen... So sollte das fertige Bild in 60 Tagen mit dann ca. 98.000 Steinchen ausschauen, wenn alles glatt läuft:

 

Tropical_Flowers-DPM-600

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Generell zum Legen der Steinchen, wo oder wie startet man ein neues Bild?

Ganz einfach, wie man mag und wie man Lust hat! Manche Menschen legen die Steinchen ganz diszipliniert Reihe für Reihe, andere legen blöckchenweise in Reihen, von oben nach unten, von rechts nach links, wieder andere legen nach Farben oder nach reinem Lustprinzip - also nach Bereichen im Bild, auf die man gerade Lust hat. Nur auf eine dumme Idee sollte man NICHT kommen: bitte NIE die komplette Schutzfolie vom Bild nehmen und die Klebefläche weiträumig lange offen und ungeschützt liegenlassen!! Legen Sie Steinchen und beginnen Sie, wo immer Sie gerade mögen, aber bitte nur einen kleinen Bereich der Folie anschneiden und freilegen.

Das geht ganz einfach - die weiße Schutzfolie läßt sich mit Lineal und einem simplen Küchenmesserchen leicht anritzen und dann mit der flachen Klinge des Messers von der Klebefolie abheben. Auf diese Weise kann man auch mitten im Bild beginnen, wenn man Lust auf irgendein Element "mitten drin" hat. Wenn ich mitten drin beginne, lege ich den Bereich der Folie an drei Seiten frei und lassen die vierte Seite unbeschädigt, dort klappe ich die Folie nach hinten oder zur Seite. So kann der Bereich jederzeit wieder abgedeckt werden, wenn dann mal was dazwischen kommt oder man einfach keine Lust mehr hat.

So schaut dann die nackte Folie aus, mit den 20 markierten Feldern - nicht wirklich was zu sehen:

Tropical-Flowers-20-Felder

Für den Paint along habe ich mein Bild mit dem Messer in fünf Reihen quer und vier Reihen senkrecht angeritzt, so kann ich das vorgegebene Feld problemlos freilegen und die Steinchen setzen. Und am Mittwoch war's dann soweit, die erste Zahl wurde veröffentlicht:

 

15., 16. und 17. Januar 2020 - Feld 3

Auf geht's, das Feld 3 ist gefordert - oben Mitte mit jeder Menge vom schwarzen Rand! Inzwischen schreiben wir den 16. Januar, so pi mal Schanuze sitzt die Hälfte der Steinchen in Feld 3, auf meiner Leinwand schaut das im Moment so aus:

 

Tropical-Flowers-1-Feld-3

Gut zu erkennen sind im Bild neben der Leinwand mit dem Druck und den gesetzten Steinchen auch die Symbole der Farben sowie rechts im Bild ein bißchen Handwerkszeug für's Diamond Painting. Das A und O sind ein Stift zum Aufnehmen und Setzen der Steinchen sowie ein sogenanntes Schiffchen mit Rillen. In dieses Schiffchen werden ein paar Steinchen gefüllt, das Schiffchen wird angetippt oder leicht geschüttelt und die Rillen sorgen dafür, daß sich einige der Steine auf die richtige Seite legen - funkelnde Oberfläche nach oben, Unterseite nach unten, eben so, wie die Steinchen dann auch auf der Klebeschicht landen sollten. Ich habe in diesem Bild eckige Steinchen verwendet, die ich persönlich lieber mag als die runden Steinchen. Im Bild ist das Schiffchen viel zu leer, wird Zeit zum Nachfüllen!

Das erste "Ding" rechts im Bild ist dann der Stift, im Prinzip wie ein Kugelschreiber, nur ohne Kugel in der Mine. Anstelle der Kugel ist die Mine hohl, man sticht mit der Mine ganz leicht in ein spezielles Wachs, welches zu jedem Bild gehört und kann mit der dadurch erzeugten Haftwirkung ganz einfach Steinchen aufnehmen und passend zum Symbol auf das Kästchen der Leinwand setzen.

Gleich neben dem Stift lugt der Teil einer Pinzette ins Bild, ein "must have" für Steinchen, die mal nicht landen wie gewünscht, verdreht aufkommen oder vom Stift purzeln. Mit den Fingern auf die Klebefläche zu packen und das Steinchen wegnehmen zu wollen ist keine gute Idee. Zum einen kleben die Steinchen verflixt gut, zum anderen schadet man der Klebefläche mit jeder Berührung - also die kleinen Unfälle einfach mit der Pinzette aufpicken und neu setzen.

Dann kann man rechts oben im Bild noch eine simple Lupe sehen. Gerade zu Beginn eines Bildes, wenn mir die Symbole noch nicht vertraut sind, ist eine Lupe mein bester Freund, macht das Erkennen der Symbole leichter. Nach zwei, drei Tagen brauche ich die Lupe nicht mehr, dann kenne ich die Symbole und weiß "blind", wohin ich für die passenden Steinchen greifen muss. Wenn Sie sich die Symbole näher anschauen möchten, achten Sie mal auf den schwarzen Bereich links am Rand und Ecke unten links. Für die Farbe Schwarz (310) habe ich bei der Bearbeitung der Vorlage sehr bewußt als Symbol das feine weiße Quadrat gewählt - mehr dazu in den nächsten Tagen! 

Das war's für heute - bis bald! Ich gehe jetzt Steinchen dressieren, Feld 3 wartet auf mich^^ 

Am 17. Januar war das Feld komplett, hier können Sie auch gut sehen, wie nah mein Regal mit den Farben am Bild steht, immer alles schön bequem in Reichweite:

Tropical-Flowers-Feld-3-fertig

 

18., 19. und 20. Januar 2020 - Feld 13

Nach dem Feld ist vor dem Feld, weiter geht's auf dem Weg zum großen Ganzen mit Feld Nr. 13. Das Motiv des gesamten Bildes wirkt so herrlich farbig durch den tiefschwarzen Hintergrund, auf dem die Farben förmlich sprühen vor lauter Leuchtkraft. Leider gilt die Farbe Schwarz / 310 als nicht sonderlich beliebt, vor allem in großen Flächen, viele Menschen können die Steine und die Grenzen im Druck nicht gut erkennen. Bunte Flächen machen natürlich mehr Spaß und sind besser sichtbar, das brauchen wir jetzt nicht ernsthaft diskutieren - aber auch schwarze Flächen sind eine tolle Sache, wenn der Untergrund gut gemacht ist und die Qualität der Steinchen paßt! Hier kommen die Symbole auf der Leinwand ins Spiel. Dieses Bild "Tropical Flowers" enthält insgesamt gut 20.000 schwarze Steinchen und ist rund um das gesamte Motiv herum von Schwarz umgeben. 

Zur Erstellung der Druckdateien nutze ich eine Software, die mir das Austauschen einzelner Symbole für die Farben erlaubt. Das war in diesem Bild ganz besonders für die Farbe Schwarz von enormem Vorteil - Schwarz wird auf meiner Leinwand durch ein zartes weißes Kästchen dargestellt. Diese Darstellung ermöglicht, daß man die schwarzen Steine wunderbar im 90-Grad-Winkel ausrichten kann und immer gut sehen kann, wenn mal ein Steinchen nicht optimal sitzt. Sobald ein Steinchen das weiße Quadrat im Nachbarfeld irgendwie einschränkt oder gar verdeckt ist klar, daß das Steinchen nicht vernünftig sitzt --> Pinzette --> neu setzen! Die Flut an weißen Quadraten ist irre hilfreich beim Ausrichten der Steinchen.

Ich mache mir die Sache noch einfacher, indem ich die farbige Kante zuerst lege, an welche die schwarze Hintergrundfläche angrenzt. Sie erinnern sich, Folie mit Messer leicht einritzen? Das geht auch locker im Bogen der gewünschten Form entlang (am besten mit Licht von unten, dazu gleich mehr), im Bild sind schon alle Farben bis an die Folie gesetzt, jetzt wird mit Schwarz aufgefüllt:

Tropical-Flowers-2-Feld-13 

Stift und schwarze 310er Steinchen stehen bereit, sieht doch ganz einfach aus, oder? Der Druck macht's und schon verliert auch eine größere Fläche in Schwarz ihren Schrecken und jedes Steinchen findet sicher seinen Platz! Und hier noch ein Tip zum Legen größerer Flächen in einer Farbe - wer Sorge hat, dass die Steinchen aus dem Lot laufen könnten, kann "Schachbrett" legen --> gleichmäßiges Ergebnis garantiert! Im ersten Durchgang die Steinchen versetzt legen und im zweiten Durchgang die Lücken füllen:

Tropical-Flowers-2-Feld-13-Schachbrett

 

Zum Licht - Beleuchtung ist das halbe Bild :-) 

Licht kann man gar nicht genug haben zum Legen der Steinchen beim Diamond Painting - aber es muss das richtige Licht sein! Licht von oben alleine reicht nicht aus, Licht alleine von unten reicht auch nicht aus - die Kombination macht es, und am besten beides so flexibel wie möglich! 

Licht von unten liefert ein LED-Pad, ich verwende ein LED-Pad in der Größe A4. Wichtig ist, daß die Helligkeit des LED Pads variabel ist, die Dinger gibt es für sehr kleines Geld im Versandhandel, so um die 12-14 EUR bei Amazon, ab und zu auch bei den üblichen Discountern um die 12 EUR herum im Angebot. Alle LED-Pads, die ich bisher gesehen habe, funktionieren nach dem gleichen Prinzip. Der Betrieb erfolgt über einen USB Stecker, zum Einschalten gibt es eine Schaltfläche, über Druck auf diese Schaltfläche wird dann auch die Helligkeit reguliert, je nach Pad stufenlos oder in 4-5 Stufen. Die Regulierung der Helligkeit ist wichtig um in erster Linie die Augen zu schonen und in zweiter Linie auch alle Farben und Symbole gut zu erkennen. Bei Tageslicht kann die Helligkeit ruhig volle Pulle hochgedreht werden, abends bei Kunstlicht reicht meist eine der geringen Helligkeitsstufen von unten. 

Licht von oben liefert ebenfalls eine LED Lampe, am besten eine schlanke Schreibtischlampe, die gleich mit auf dem Bild steht. Oben im Bild des fertigen Feld 3 sehen Sie über dem Feld das Regal mit den Farben, gleich rechts neben dem Regel ist der Fuß meiner LED Lampe sichtbar. Ich nutze eine Lampe von TaoTronics, diese Lampen zaubert ebenfalls Amazon in zwei, drei Tagen ins Haus. Beim Licht bin ich kompromißlos, lieber zahle ich 20 EUR mehr für eine Lampe als Kompromisse beim Licht zu schlucken, die meinen Augen bzw. meinem Körper nicht gut tun! Ich nutze eine Lampe, die neben verschiedenen Lichtfarben 7 verschiedene Helligkeitsstufen bietet und vor allem extrem flexibel ist. Die Lichtfarben braucht kein Mensch, zum Lesen der Symbole ist das kaltweiße Leselicht perfekt geeignet. Aber die Helligkeitstufen sind wichtig, auch hier tagsüber gerne mehr, abends reicht meist weniger - aber Hauptsache absolut BLENDFREI! Hier ist entscheidend, dass die Lampe flexibel ist, NICHT unser Körper!! Wer sich mit Rücken, Nacken, Schultern dreht und wendet wie ein Aal, nur damit das Licht nicht blendet, der darf sich nicht wundern, wenn nach einer halben Stunde Steinchen dressieren irgendwas weh tut und sich verspannt - also immer schon mit der Lampe rumspielen. Meine Lampe hat vier Gelenke, an denen ich das Licht perfekt ausrichten kann, so dass der Arbeitsbereich absolut blendfrei zu sehen ist. 

Und jetzt? Gehe ich schwarze Steinchen dressieren :-) 

Hier noch das fertige Feld 13:

Tropical-Flowers-2-Feld-13-komplett

 

21., 22. und 23. Januar 2020 - Feld 10

Tropical-Flowers-3-Feld-10

 

24., 25. und 26. Januar 2020 - Feld 2 - hätte Feld 1 sein sollen, aber ich war offenbar leicht benebelt beim Lesen :-) 

Wer lesen kann ist klar im Vorteil! Ich habe den Beitrag in der Facebook-Gruppe gelesen und mit einem "Like" versehen, den Weg bis ans Bild hat die Zahl aber offenbar nicht überstanden! Erst gestern wurde mir bewußt, daß ich mich um ein Feld verlaufen hatte... Auch gut, dann eben Feld 2 zuerst:

Tropical-Flowers-4-Feld-2

 

27., 28. und 29. Januar 2020 - Feld 8 - zumindest theoretisch :-) 

Hier ist "Hängen im Schacht", die Fachmessen in Frankfurt am Wochenende haben mich leicht aus dem Takt gebracht, da haben mal eben zwei volle Tage gefehlt... Und nach dem falschen Feld der letzten Runde mache ich jetzt konsequent falsch weiter und lege nachträglich das Feld 1 - dann kann ich Ihnen in ein paar Tagen ein größeres zusammenhängendes Stück der Tropical Flowers zeigen!

 

08.02.2020

Das war's mit "Tropical Flowers in 60 Tagen" - nach dem langen Messe-Wochenende habe ich den Takt nicht mehr gefunden, dann wollte ein paar Hundert Seifen gelistet werden, bergeweise neue Stoffe standen im Haus und so ganz nebenbei wollten ja auch noch Ihre Bestellungen bearbeitet werden...  Die 60 Tage hake ich ab, das war im Prinzip aber schon vorher klar :-) Feld 1 ist in Arbeit und fast fertig, Bild folgt, danach schließe ich dann die Lücke "nach unten" mit Feld 5. 

 

14. Februar 2020 

Nein,ich habe mich nicht von meinen "Tropical Flowers" verabschiedet, langsam aber stetig geht es voran! Feld 1 ist inzwischen fertig geworden:

Tropical-Flowers-Feld-1-komplett

 

Damit ist die Ecke im Bild oben links fertig, das ganze Bild sieht aktuell so aus:

Tropical-Flowers-Stand-120220

Gestern abend habe ich dann mit dem Feld links außen in der zweiten Reihe begonnen, dieses und das Nachbarfeld sind meine nächsten Felder, damit schließen sich dann die ersten Lücken und ein Bereich vom Bild wird komplett entstehen! 

Mehr in den nächsten Tagen :-) 

 

...oder in ein paar vielen Tagen! 31. Mörz 2020 - Feld 5 in Arbeit 

Meine "Tropical Flowers" sind mal wieder ein Stück gewachsen, der Zug mit der "Paint Along Gruppe" ist natürlich längst abgefahren, die Gruppe ist ein Bild weiter. Aber völlig egal, die Tropical Flowers ziehe ich hier zusammen mit Ihnen durch, und wenn's durch das ganze Jahr 2020 geht :-)

So schaut das Bild im Moment aus:

Tropical-Flowers-Feld-5-inArbeit

Bitte nicht zu kritisch hinschauen, hier in der Vergrößerung sehe ich selber, daß ein paar Steinchen hochploppen - gutes Thema! Immer, wenn ein Bereich des Bildes fertig ist oder ich das Bild abdecke und die Arbeit für den Tag beende, gehe ich mit einem kleinen Teigroller über die neuen Stellen. Dadurch werden die Steinchen nochmal richtig schön fest in die Klebefolie gedrückt und haften optimal, vor allem aber werden die ein oder anderen leicht verkanteten Steinchen, die ich übersehen habe, durch den Teigroller mit einem leisen "Krachen" an ihren Platz gedrückt. Hört sich immer interessant an, wenn der Teigroller im Einsatz ist - sind doch meist ein paar Stellen mit verkanteten Steinchen, die ich übersehen habe... Alternativ zum kleinen Teigroller verwenden manche Menschen an dieser Stelle ein Nudelholz, geht natürlich auch! 

Nochmal zu etwas größeren Stellen in einer Farbe, hier schön beim schwarzen Hintergrund zwischen den blauen Gräsern zu sehen: ich taste mich an solche Stellen gerne von beiden Seiten heran. Grundsätzlich lege ich mein Bild im Prinzip von links oben nach rechts unten, weil ich hier als Rechtshänder einfach am besten sehen kann, was sich an der Spitze des Stiftes tut und ob das Steinchen gut sitzt. Wenn es sich aber anbietet, so wie im obigen Bild bei den blauen Grashalmen, lege ich auch mal farbenweise. In diesem Teil habe ich inzwischen die blauen Wedel komplett fertiggestellt und erst danach die schwarzen Flächen ausgefüllt. Wenn man immer mal wieder solch einen "Bogen" um einen Bereich herumschlägt, ein paar Felder vom fertigen Bereich entfernt neu legt und sich dann an den fertigen Bereich hin arbeitet, bleibt man auch bei richtig großen Bildern ganz sicher im Raster!  

An der rechten schwarzen Fläche sieht der linke Rand gerade richtig schick besoffen aus... Jesses, wie klar so ein Bild all das zeigt, was ich beim Legen der Steinchen nicht gleich gesehen habe!! Diese dünne Linie von Steinchen zieht sich natürlich ganz von selber gerade, wenn zum einen links der Linie der Grashalm ausgefüllt ist und zum anderen rechts die schwarze Fläche komplett ist. Aber das Beispiel zeigt klar, daß es nicht die beste Idee ist, Steinchen in Linien zu legen. Legen Sie lieber kleine Gruppen von Steinchen oder Treppen, das haut besser hin als solch dünne Linien! 

Über das Bild hinaus kann ich Ihnen verraten, daß Feld 5 inzwischen komplett fertig ist, an der umgeklappten Kante sehen Sie, daß schon ein Stückchen in das nächste Feld hereinragt. Dort, mit Feld 6, geht es in den nächsten(?) Tagen weiter und ein Bild vom fertigen Feld folgt natürlich auch noch! 

 

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Orgachaos!! Oder - wie beherrsche ich 300 Farben?

Gesamten Beitrag lesen: Orgachaos!!  Oder - wie beherrsche ich 300 Farben?

Diamond Painting - Wie hält man 300 Farben im Schach UND hat noch Spaß an der Sache?

DIE große Frage beim Diamond Painting, die ganze Fangemeinden in diverse Lager spaltet, ist die Frage der Anzahl an Farben und deren Organisation! Das führt leider dazu, daß viele Menschen  aus der Sorge, die Farben nicht im Griff halten zu können, auf wirklich schöne Bilder mit herrlichen Effekten komplett verzichten - wie schade!! Dabei ist das Ganze so einfach - mit den richtigen Hilfsmitteln :-) Gewußt wie ist alles, wie an so vielen anderen Stellen im Alltag auch.

 

Warum überhaupt so viele Farben? 

Ganz pauschal läßt sich sagen, daß eine gewisse Anzahl an Farben einem Diamond Painting Bild jede Menge Lebendigkeit verleiht. Auch relativ kleine Bilder können durchaus attraktiv ausschauen, wenn genug Farben enthalten sind. Bei vielen der am Markt erhältlichen Bildern ist das größte Problem die deutlich zu geringe Anzahl an Farben. Man kann hier recht pauschal sagen, daß die meisten aus China stammenden spottbilligen Bilder sich durch zu wenig Farben auszeichnen. Dadurch gehen reihenweise Effekte im Bild flöten, die Bilder wirken relativ "flach", das geht bis hin zu komplett fehlenden Konturen und Details!

So bin ich selber gleich zweimal mit einem Motiv auf die Nase gefallen, welches einen Mond samt seiner Korona zeigen sollte... Tja, im ersten Anlauf mit gerade mal um die 30 Farben im Bild waren Mond, Korona und sämtliche angrenzenden Lichteffekte eine große einheitliche helle Masse, Volltreffer.... Im zweiten Anlauf bei einem anderen Hersteller mit immerhin mehr als 50 Farben war irgendwo EINE Kontur zu erahnen, aber eine Korona ist etwas anderes. Dieses Bild war für mich eines der Schlüsselerlebnisse, die zur Herstellung eigener Bilder geführt haben. Ich habe das Bild dann mit 180 Farben selber erstellt - mit einer sagenhaften Korona und herrlichen Effekten.

Das zweite Schlüsselerlebnis war mein erstes farbenreiches Bild, welches ich bei einer Kollegin erworben habe - 300 Farben. Viel sogenanntes "Konfetti". Zu Beginn des Bildes war ich hilflos, völlig überfordert und hatte das Gefühl, ich sehe nichts - außer eben jenem "Konfetti", ganz viele Farben mit zwei, drei Steinchen und keinen Effekt?? Irgendwann lag das Bild mit seinem ersten fertigen Eckchen dann offen auf dem Tisch und ich war einen guten Meter entfernt, als mich das Bein eine Flügels anstrahlte! Wahnsinn, sensationell, wie schön und edel dieses geschwungene Teil mit ein wenig Abstand sich aus den vielen Farben zusammensetzte. Da war's um mich geschehen und die Idee, Bilder mit richtig vielen Farben selber herzustellen hat mich nicht mehr losgelassen.

 

Und jetzt zur Organisation der Farben - einige mögliche Systeme

Die vielen Farben kommen in einer Vielzahl kleiner Beutelchen, manchmal in wieder verschließbaren Beutelchen, in der Regel in nicht mehr verschließbaren Beutelchen. Einmal geöffnet = offen, und nun? 300 Teller, Tassen, Tupperdosen? Geht gar nicht, erklärt sich von selber. Also müssen kleine gleichmäßige Behältnisse her. Hier ein grober(!) Überblick über einige Systeme zur Verwaltung derart vieler Farben. Es geht hier NICHT um die dauerhafte Lagerung der Farben, da muss sich jeder selber seine Gedanken machen, abhängig von der Menge der Steinchen, die man lagern möchte. Es geht hier um die Organisation der Steinchen zum Legen der Bilder, derart, dass die Steinchen übersichtlich geordnet sind und vor allem gut und schnell greifbar - also in kleinen Mengen, die ab und an nachgefüllt werden. Als Systeme bieten sich an:

 

-- wiederverschließbare Zip-Beutel in einheitlicher Größe nach Farbnummern geordnet in ein oder zwei Teeboxen

-- kleine Gläschen mit Schraubdeckelchen, oft in Köfferchen geliefert

-- sogenannte Medi(zin)becher mit Deckelchen, auf Tabletts gelagert

-- kleine Klarsichtboxen auf Regalen gelagert

-- Medikamentendöschen in 4er-Riegeln, meist zu 28 Stück in 7 Riegeln im Köfferchen angeboten

 

Diese Aufzählung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, ich habe beim Dressieren der Steinchen vier der fünf Systeme probiert und einen glasklaren Favoriten - für mich unschlagbar! Alle Systeme stelle ich Ihnen im folgenden näher vor, mit ihren Vor- und Nachteilen!

 

Zip-Beutelchen in einer oder mehreren Teeboxen

Klare Sache, klappt prima! Die wiederverschließbaren Zip-Beutelchen waren das erste System, welches ich auch für mein Bild mit den 300 Farben zu Beginn genutzt habe. Bei diesem System empfiehlt es sich, zuerst eine Teebox (oder besser zwei) zu besorgen und dann ein paar Hundert Zip-Beutel, die in der Breite gut in die Fächer der Teebox passen. Man kann die Farben nach verschiedenen Kriterien ordnen, zum Beispiel alle Buchstabensymbole nach ABC oder alle Ziffernsymbole zusammen, alle Pfeil-artigen Symbole und so weiter. Oder man sortiert alle Farben nach ihren Nummern und setzt zum Beispiel alle 20 Beutelchen eine Karteikarte als Reiter dazwischen, so greift man schnell an die richtige Stelle und kann das passende Beutelchen fischen.

 

DP-Teebox

 

Vorteile 

- ein augesprochen preiswertes System

- gut zu lagern

- platzsparend auf dem Tisch, ein oder zwei Teeboxen passen überall hin

 

Nachteil

- für jede Suche muss man zuerst die Nummer des jeweiligen Symbols in der Legende nachschauen, dann den Beutel mit der Nummer ziehen

- die Beutelchen "kippen" wieder zusammen, beim Zurücklegen muss man die richtige Position wieder aufblättern oder ein leeres Schiffchen an die Stelle stecken

 

Mein Fazit - ich fand das System für den Anfang ganz nett und würde es Stand heute jederzeit zum Einstieg empfehlen. Beim Arbeiten mit mehreren Farben legt man das Beutelchen nahe zum Schiffchen. Nach einiger Zeit wurde mir die Sache irgendwann zu umständlich, die Beutelchen "zu fummelig", außerdem sprangen mir die Steinchen zu unkontrolliert aus den Beutelchen ins Schiffchen zum Verarbeiten.

 

Gläschen mit Schraubdeckeln (im Köfferchen)

Kleine Gläschen gibt es mit passenden Deckeln im 4er oder 6er Pack für kleines Geld bei den üblichen Discountern oder 1-EUR-Märkten. Fertig mit Schaumstoffeinsätzen in Köfferchen kann man sie an vielen Stellen kaufen, sie werden von Kollegen angeboten, ebenso bei Amazon oder direkt in China bei Aliexpress. So ein Köfferchen ist "irgendwie nett" - erinnert an früher, wissen Sie noch? Sind Sie auch als Kind mit einem kleinen Köfferchen voller Schätze zu Oma & Opa oder Freunden gezogen? So ein Köfferchen mit 60 Gläschen musste ich einfach haben, zu niedlich! 

Niedlich, ja - aber irre unpraktisch! Das war mein erster Eindruck, als ich mein erstes Köfferchen in der Hand hatte. Zum Glück hatte ich nur eines gekauft und nicht gleich "Nägel mit Köpfen" für meine 300-Farben-Bilder gemacht. Unpraktisch weil viel zu groß! So ein Köfferchen muss entweder aufgeklappt hingelegt werden, dann brauchen die 60 Gläschen im Köffer"chen" eine Fläche von rund 30x50cm (klingt harmlos, aber fünf oder sechs Köfferchen bei 300+ Farben???) oder so gelagert werden, daß der Deckel irgendwo anlehnen kann. Soviel Platz für jämmerliche 60 Farben, schluck!! 

Weiterer Nachteil - ich lege gerne mehrere Farben parallel und habe entsprechend drei, vier oder mehr Farben in ein paar Schiffchen um die zu bearbeitende Stelle stehen. Die Deckelchen und die Gläschen sind ZWEI Teile, und die fliegen ja ach so gerne mal durcheinander, wenn mehrere Farben in Arbeit sind. Der einzige handfeste Vorteil der Köfferchen ist das, was ihr Name schon nahelegt - Köfferchen sind reisefähig! Wer mit seinen Bildern in Arbeit öfter mal zu Freunden unterwegs ist, für den könnte ein Köfferchen mit den gerade aktuellen Farben bestückt sicherlich Sinn machen.

 

Vorteile 

- ausgesprochen niedlicher Eindruck

- staubgeschützte Lagerung

- transportfreudig, wenn man Bilder in Arbeit mitnehmen möchte

 

Nachteile

- bei vielen Farben werden die Köfferchen ein recht teurer Spaß

- enormer Platzbedarf auf dem Tisch, wenn fünf oder sechs Köfferchen offen liegen wollen

- Gefahr die Deckel mit dem Symbolen und die Gläschen zu vertauschen

- man sieht im Koffer nur die Symbole oder Nummern auf den Deckeln, nicht die Farben im Gläschen

 

Mein Fazit - so nett das Köfferchen sein mag, meines ist schon wieder aus dem Haus verschwunden und verschenkt worden, ich kann das System aufgrund der oben genannten Nachteile niemandem empfehlen, wobei für mich persönlich der enorme Platzaufwand bei vielen Farben und die nicht sichtbaren Farben der größte Nachteil sind

 

Medi(zin)becher (auf Tabletts oder in anderen Behältnissen)

Dieses System habe ich nicht getestet, es erschien mir persönlich derart unpraktisch, daß ich mir die Sache gleich gespart habe - wohin nur mit den 300 Becherchen??? Wieviele Tabletts oder Kartons oder was auch immer sollen auf dem Tisch stehen? Und was passiert, wenn solch ein Becher mit seiner relativ großen, weiten Öffnung mal umkippt?? Alles nicht meine Welt...

 

Vorteile:

-- sehr preiswert zu beschaffen, zig Medibecher mit Stülpdeckeln bekommt mal für kleines Geld

 

Nachteile:

-- erfordert bei vielen Farben enorm viel Platz auf dem Tisch, 300 Becher in Tabletts sind kaum so zu lagern, daß man sie bequem erreichen kann

-- Kippanfälligkeit der Becher, die oben weiter sind als unten

-- Vertauschungsrisiko Deckelchen / Becher beim Arbeiten mit mehreren Farben

 

Mein Fazit - ich hab's gar nicht erst probiert!

 

Und hier kommt er - mein absoluter Favorit, meine glasklare Empfehlung für wirklich JEDES Bild, ganz gleich ob mit 40, 60 oder 300 und mehr Farben:

 

Kunststoffdöschen in "TicTac-Technik" in Regalen (oder Köfferchen)

Einmal gelesen, sofort verliebt, eingekauft, noch mehr verliebt. Reicht das schon, oder soll ich mehr dazu schreiben? Als ich das erste Mal von den Döschen im Nagellackdisplay las, war das für mich sowas von einleuchtend und glasklar, daß ich innerhalb weniger Minuten zwei Regale und ein paar Hundert der klaren Döschen bestellt hatte. Als die Döschen eintrafen, war ich natürlich erst mal erschlagen und es hat ein Weilchen gedauert, bis ich mich zum Umfüllen der ersten Farben entschieden hatte.

Geliefert wurden meine ersten Döschen in Kunststoffköfferchen mit 64 Döschen. Ganz nett, aber ziemliche Fummelei, außerdem fielen die Döschen in dem wackligen Köfferchen gerne mal um, wenn ein oder zwei Döschen draußen waren. Zum Glück hatte ich die Regale ja gleich mitbestellt! 

Die Regale trafen einen Tag später ein, jesses, war das eine Fummelei, die Fächer mit den kleinen Schräubchen und Muttern an die Seitenteile zu schrauben - und ich hab's natürlich prompt "falsch" gemacht, Muttern innen, Schrauben außen - damit passen "nur" 22 Döschen in ein Fach, also wieder umgebaut, mit Muttern außen passen 23 Döschen auf eine Ebene! Wenn eine Ebene nicht komplett mit Farben gefüllt wird, empfiehlt es sich, mit ein paar leeren Döschen aufzufüllen, dann kann nichts mehr umkippen!

Und jetzt geht's "nach oben" - was die anderen Systeme (außer den Teeboxen) an Platz erfordern, holt sich das Regal nicht auf dem Tisch, sondern "nach oben", solche Regale haben bis zu sieben Ebenen. Das große Regal mit 7 Ebenen hat eine Grundfläche von gerade mal 30x30cm!!! Im Klartext heißt das, auf dieser Fläche lassen sich sensationelle 7x23 = 161 Döschen lagern!!! Zwei Regale stehen dann rechts und links von der beim Diamond Painting obligatorischen LED-Lampe. Auf eine Arbeitsfläche von bescheidenen gut 70cm Breite passen zwei Regale mit 322 Farben und die LED-Lampe! Lampe und das/die Regal(e) stehen auf der Leinwand, die ohnehin auf dem Tisch liegt.  

In den Regalebenen kann man nicht nur die Symbole sehen, man kann auf den Etagen ALLE Farben sehen, jedes einzelne Döschen ist sichtbar und kann für sich gegriffen werden, der Platz bleibt frei und das Döschen geht sicher an seinen Platz zurück, besser geht's einfach nicht! Mit Blick auf Symbol UND Farbe sind die gewünschten Steinchen ratz fatz gefunden, nach zwei, drei Tagen geht die Hand blind an die richtige Stelle. So kann man Steinchen direkt nach Symbolen wählen und muss nicht den (lästigen) Umweg über die Legende vom Symbol --> zur Nummer --> zu den Steinchen gehen - oder lernen Sie Englisch, indem Sie Deutsch zuerst in Italienisch und das dann in Englisch übersetzen - so ähnlich ist Steinchen legen nach Zahlen statt direkt nach Symbolen!

Aber klare Sache - auch dieses System hat einen Nachteil, die kleinen Döschen sind "Pfennigware" und nicht perfekt präzise, bei manchen Döschen sitzt der Deckel nicht richtig fest. Kennen Sie das noch, die gute alte Tic Tac Technik mit den winzigen leckeren Drops? Genau so sollte man solch ein Döschen in der Hand halten, einen Finger auf dem Deckelchen, mit dem Daumen die Öffnungsklappe hochschnippen und die Steinchen zum Aufpicken ins Schiffchen kippen - viele Steinchen einfach rauskippen, für ganz wenige Steinchen das Döschen antippen und wie bei den Tic Tac Originalen purzeln nur wenige Steinchen raus.

Zum Aufpicken der Steine sollte man die Schiffchen mit der schmalen Schüttspitze verwenden, die Schüttspitze paßt perfekt in die Öffnung der kleinen Döschen und die Steinchen sind schnell wieder verstaut und zur nächsten Farbe gewechselt.

 

DP-Regal

 

Vorteile:

-- bis zu 161/322 Farben sichtbar im Überblick auf geringer Fläche

-- bis zu 322 Farben in zwei Regalen aus sitzender Position sehr bequem erreichbar

-- selbst wenn ein Döschen mit offenem Kläppchen mal umkippt, passiert nicht viel

-- wenn man die Döschen im 64er Köfferchen erwirbt, kann man bei Bedarf schnell mit einer Gruppe von Farben samt Bild verreisen

 

Nachteile:

-- nicht ganz billig in der ersten Anschaffung

-- die Lagerung der Regale erfordert einen sicheren Platz

 

Mein Fazit - für langfristigen Spaß am Mini-Fliesenlegen mit vielen Farben die mit Abstand beste Variante! Übersichtlich, bequem erreichbar, sehr geringe Standfläche für ein Regal mit bis zu 161 Farben, immer noch geringe Fläche für zwei Regale mit bis zu 322 Farben. Für mich persönlich sind die Regale das einzige System, daß mir länger Zeiten den Zugriff der Steinchen ohne Probleme ermöglicht, das Blättern in den Teeboxen hat bei mir nach einiger Zeit zu Schmerzen in Schultern und Nacken geführt, das ist allerdings eine sehr persönliche Sache! 

Wie das so ist im "social media", von der Köfferchen-Fraktion wird man dann schonmal mit fadenscheinigen Argumenten niedergebrüllt, shit happens. Meinten doch tatsächlich einige Kofferfreunde, solch ein Regal wäre viel zu groß? Na ja, nicht jeder kann lesen oder rechnen :-) Achten Sie auf die Bilder, die in den einschlägigen "social media" Gruppen rumschwirren, schaut schon atemberaubend aus, wenn große Küchentische über und über mit Köfferchen oder Tabletts oder Kisten voller diverser Gefäße bedeckt sind! Mir persönlich erschließt sich beim besten Willen nicht, wie man manche Symbole sitzend noch erkennen will, geschweige denn die Farben bequem greifen soll...

 

Zubehör und meine Diamond Painting Manufaktur?

Ich plane kein großartiges Zubehör anzubieten, die wesentlichen Dinge kommen mit einem Bild, Schiffchen und Stifte sind ohnehin in den Packungen enthalten - aber Regale (schon in D, derzeit bei Zoll) und die passenden Döschen (sind lieferbar, bitte email oder anrufen), die werden Sie in den nächsten Wochen bei mir finden! Für Käufer meiner Bilder wird es spezielle Rabatte zu den Regalen und Döschen geben, der Anzahl der Farben in den Bildern entsprechend! 

 

Fast vergessen - die 4er Riegel, Medidöschen "winzig" mit Kläppchen

Ganz fix - liegen im Müll. Ja, ich weiß, die 4er Riegel sind spottbillig und deswegen vermutlich weit verbreitet. Dennoch, es ist schon lästig, die Farben einzufüllen, eben weil man nicht EIN Döschen in der Hand hat, sondern immer den Riegel. In ein Döschen paßt nur ein Beutel Steinchen. Bei Farben die in größerer Zahl im Bild vorkommen, muss man dauernd Steinchen nachfüllen.

Noch lästiger ist es allerdings, die Farben rauszunehmen ins Schiffchen - die restlichen drei Deckelkläppchen sollte man tunlichst gut festhalten, wenn man eines der Kläppchen öffnet und die Steine ins Schiffchen füllt... Meine 4er Riegel lagen im Müll, als es mich zum x-ten Mal erwischte und ein weiteres Kläppchen hochsprang. Wie bei allen anderen Systemen außer dem Regal kann man die Farben nicht sehen und sieht nur die Symbole oder Nummern, mit denen man die Kläppchen beschriftet.

 

Suchen Sie lieber eines von 300 Symbolen aus der Flut von 300 Miniaufklebern heraus, oder ein Symbol aus 40 Rot-Orange-Tönen oder 50 Grüntönen? Selbsterklärend, warum es SOOO hilfreich ist, die Farben sehen zu können, nicht wahr?

 

Mit der richtigen Organisation machen Bilder mit 300 und mehr Farben einfach nur Spaß! Ich bin immer wieder verblüfft, wie schnell ich in einem neuen Bild "drin" bin und mich in die Symbole und Farben reingefuchst habe, wenn das oder die Regale erst mal bestückt sind und die ersten Symbole / Farben vertraut sind! 

 

Das aktuelle Regal im Bild - Stand So, 12.01.2020?

Heute nacht um 0.10 Uhr wanderte mal wieder ein "letzter Stein" auf ein Bild, das Regal im Bild gehört zum nächsten Bild, wird gerade eingerichtet und ist noch nicht komplett. Am Mittwoch beginne ich im Rahmen eines "paint along" mit einem Bild meiner Manufaktur, die "Tropical Flowers" in eckigen Steinchen sollen innerhalb der 60 Tage des "paint along" entstehen. Im Regal fehlen noch ein paar Farben, aber heute ist ja erst Sonntag :-) 

Ein "paint along" funktioniert ähnlich wie ein "sew along" oder "crochet along", im Rahmen einer Gruppe wird in einer bestimmten Zeitspanne ein Teil des Projekts fertiggestellt - beim "paint along" wird die Folie eines Bildes in 20 Bereiche eingeteilt und von 1 bis 20 nummeriert, alle drei Tage wird dann eine neue Nummer vorgegeben, dieser Bereich ist mit Steinchen zu belegen. So entsteht in überschaubaren Schritten innerhalb von 60 Tagen das nächste Bild. Sofern die Zeit mitspielt, werde ich das Entstehen der "Tropical Flowers" in einem weiteren Eintrag schildern und lade Sie ein mir ein wenig über die Schulter zu schauen, sind Sie dabei?

 

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Neujahr 2020

Willkommen im Jahr 2020 - alles Liebe und Gute für die kommenden 12 Monate! 

Die letzten Stunden des alten Jahres habe ich mit diversen Aufräumaktionen an der Webseite verbracht. Hier und dort ein wenig gekramt und sortiert, die AGB entmottet, die Versandkosten zum 1.1.2020 neu geordnet, für die Kunden aus der Schweiz einen direkten Weg zu "mein Einkauf" auf der Seite mit den Versandkosten eingebaut und.... am wichtigsten: einen Blog gelöscht!

Die Form der getrennten Blogs für die Bereiche Patchwork und die Seifenmanufaktur hat sich als wenig hilfreich rausgestellt, die meisten spontanen Ideen sind irgendwo versandet, weil sie weder hier noch dort so richtig hinpaßten. Jetzt gibt es nur noch diesen einen Blog auf meiner Seite, damit kann ich hier schön unsortiert über die netten kleinen Klöpse hier vor Ort erzählen oder Ihnen hübsche Ideen vorstellen, an denen wir rumbasteln oder nette Eindrücke aus der Seifenmanufaktur teilen oder Sie zum Diamond Painting verführen! 

Für heute wünsche Ihnen alles Liebe und Gute für das Jahr 2020 - wir lesen uns,

Ihre Anne Deus

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Winterhäuser

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Lust auf Häuslebau?? Uns hat's erwischt - die Winterhäuser von Ute Glück haben Birgit Fleißner und mich flugs an die Nähmaschinen getrieben^^ Aber erst mal von vorne....

 

Irgenwann kam eine email von Ute Glück, ob ich sie mit Stoffen für ihr neues "Baby", die Winterhäuser, unterstützen würde? Na klar - gerne! Die Idee, solch einen hübschen Kalender quer durch den Advent zu nähen, fand ich auf den ersten Blick bestechend. Die gemusterten Stoffe, die wir Ihnen für die blaue Zusammenstellung anbieten, hat Ute selber ausgewählt, die falschen Unis haben wir hier vor Ort dazugelegt.

 

Ein paar Tage sind Birgit und ich dann um die Sache rumgeschlichen, haben etliche Zusmmenstellungen der blauen Stoffe an Sie verschickt und immer mal wieder geschaut, was könnte man denn.... Dann ging es zur Tat, ich habe zwei Sätze Anleitungen von Ute gekauft und es gab kein Halten mehr - wie die kleinen Kinder sind wir mit leuchtenden Augen durch den Laden an den Regalen entlanggeschlichen und haben hier mal gezupft, dort geschaut, hier einen Ballen raus - am Ende war es mal wieder "Gustav", der das Rennen gemacht hat...

 

Gustav? JA, Gustav! Gustav Klimt, diese sagenhaft schöne Kollektion von Robert Kaufman! Birgit und ich haben uns unabhängig voneinander auf einen Stoff der Kollektion eingeschossen - bei mir war's der rote Millefiori-Stoff, bei Birgit der in Blau! Beide Stoffe lassen sich toll mit Weiß für das Mauerwerk kombinieren und harmonieren prima mit einem tiefdunklen Hintergrund. Dazu walle-walle Gold für die Fensterchen und bißchen Glimmer für die Gardinen und fertig war unser Mix für die Winterhäuser!

 

Meine Zusammenstellung besteht aus dem roten Gustav Klimt 11, dem roten Shimmer 04 von Timeless Treasures, dem goldfarbenen Midnight Spell 03 von Henry Glass sowie dem Sternenstoff aus Cream, Sugar & Cinnamon in Weiss und Schwarz. Die Sterne kann man auf dem Bild leider kaum erkennen, in natura schauen sie wunderschön aus. Und so sieht mein erstes Haus in der Zusammenstellung aus:

 

Winterhaeuser-1

 

Natürlich mußten wir mal wieder etwas ändern und unsere eigene Suppe aus den Vorlagen von Ute kochen^^ Mit einem altersgemäß leicht fortgeschrittenen Maß an aufkommender Blindheit, sahen Birgit und ich uns mit den Original-Vorlagen von Ute völlig überfordert... Mir war nach den ersten Versuchen klar, kann ich nicht, will ich nicht, macht mir keinen Spaß *grummel*. Nach einer Stunde dann die rettende Idee, wie wär's mit 150% Vergrößerung? Schon besser, aber auch noch nicht meine Welt... Und da die liebe Zeit ohnehin nicht für 24 der hübschen Häuser reicht, sind meine jetzt bei 200% Vergrößerung angekommen, dafür gibt es in der Größe einige weniger und nur alle paar Tage ein Häuschen :-) 

 

Falls Ihnen die Teilchen auch zu klein sind und Sie an ihre optischen oder motorischen Grenzen kommen, denken Sie doch über eine Vergrößerung nach - klappt prima! Hierzu ein Nachtrag, der Block ist ca. 33x33cm groß, als notorischer Inch-Näher habe ich alle Nahtzugaben auf 1/4 Inch getrimmt. Nähen Sie mit den von Ute vorgegebenen größeren Nahtzugaben, wird der Block ein wenig größer ausfallen.

 

Die Zusammenstellung der Farben von Birgit folgt demnächst, sicherlich auch mit dem ersten Haus, wie ich Birgit kenne!

 

Nachtrag am 08.12 - das Haus von Birgit ist schon eine Weile hier, jetzt endlich auch für Sie online:

 

Winterhaus-Birgit

 

Birgit hat den blauen Millefioristoff der Kollektion "Gustav Klimt" verwendet, dazu den weißen Sternchenstoff aus "Cream, Sugar & Cinnamon sowie einen blauen Fusions 5573 und einen scharzgrauen Shadow Play im Hintergrund - auch diese Kombination liste ich bei Interesse gerne in der Kategorie "Winterhäuser" ein!

 

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Adventskalender mit Nähanleitung

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Jede Menge Panele von Makower UK mit Vordrucken für Adventskalender finden Sie in der Kategorie "Weihnachtliche Panele". Auf jedem Panel finden Sie den Hintergrund für den jeweiligen Kalender, die 24 Täschchen zum Aufnähen und eine Nähanleitung in englischer Sprache.

Mal ganz unabhängig davon, daß Englisch nicht jedermanns Ding sein mag, kann man sich manches in Bildern gezeigt einfach besser vorstellen! Birgit hat sich eines der Panele geschnappt und einen wunderschönen Kalender daraus gezaubert und dabei jeden einzelnen Schritt im Bild festgehalten!

Los geht es mit einem kompletten Panel, so schaut das aus - oben der Hintergrund, darunter die Taschen und rechts neben dem Hintergrund die Nähanleitung:

Adventskalender-01

 

Hier noch einmal ein genauer Blick nur auf die Taschen, denn hier muss beim Ausschneiden gut aufgepaßt werden:

Adventskalender-02

 

Schauen sie sich die Täschchen vor dem Zuschneiden bitte ganz genau an! Makower macht die Sache sehr schön deutlich, die kleinen Scheren sagen nicht nur "hier wird geschnitten", sie zeigen auch in die Richtung der Schnitte. GANZ WICHTIG - die gestrichelten Linien werden NICHT zerschnitten! 

Fertig ausgeschnitten sehen die Teile dann so aus:

Adventskalender-03

 

Im nächsten Schritt werden die Täschchen an den oberen Rändern versäubert, dazu werden zunächst alle Teile umgebügelt:

Adventskalender-04

Adventskalender-05

 

Danach werden alle Teile entlang der oberen Kante knapp abgesteppt:

Adventskalender-06

 

Adventskalender-07

 

Die Teilchen werden dann auseinandergeschnibbelt und in Form gesteckt. Die Seiten werden nach hinten umgepinnt und zwischen den einzelnen Feldern werden Falten gelegt. Mit Hilfe von feinen Nadeln wird das alles in Form gehalten - die eigenwillige Verwendung eines Stücks Seife als Nadelkissen ist hier auch noch im Bild dokumentiert :-)

Adventskalender-08

 

Die umgelegten Seiten und die Falten werden sorgfältig gebügelt:

Adventskalender-09

 

Im nächsten Schritt werden die Falten mit einer Naht entlang der unteren Kante der Täschchen fixiert:

Adventskalender-10

 

So schauen die Täschchen dann mit der Naht an der unteren Kante aus:

Adventskalender-11

 

Danach werden auch die unteren Kanten umgebügelt und die Täschchen sind fertiggestellt:

Adventskalender-12

 

Die fertigen Täschchen werden den richtigen Feldern im Hintergrund zugeordnet und am Hintergrund festgesteckt:

Adventskalender-13

 

Dann werden sie an den Seiten und der unteren Kante am Hintergrund angenäht:

Adventskalender-14

 

Das schaut dann so aus, hier ist die Faltentiefe noch offen:

Adventskalender-15

 

Um die Faltentiefen zwischen denTäschchen festnähen zu können, werden die Falten vorsichtig auseinandergezogen am Hintergrund festgesteckt und dann genäht:

Adventskalender-16

 

Hier sind die ersten Täschchen fix und fertig auf den Hintergrund genäht:

Adventskalender-18

 

Auf diese Weise werden sämtliche 24 Täschchen auf den Hintergrund genäht. Danach wird die Rückseite vorbereitet. Zum Aufhängen des Kalenders hat Birgit für die Rückseite einen Tunnel genäht. Dazu wird ein Stoffstreifen etwas schmaler als die Rückseite zugeschnitten und rundum knapp umgebügelt:

Adventskalender-19

 

Dieser Streifen wird dann ein bißchen "knautschig" an der Rückseite festgesteckt und oben und unten angenäht:

Adventskalender-20

 

Hier die fertig vorbereitete Rückseite mit Tunnel:

Adventskalender-21

 

Dann die üblichen Schritte, Kalender und Rückseite werden rechts auf rechts zusammengesteckt, rundum abgesteppt und durch eine kleine Öffnung gewendet. Wer mag, bügelt vorher noch eine dünne Lage Vlies auf die Rückseite. Durch die Wendeöffnung alle Ecken schön herausfummeln und die Öffnung von hand verschließen. Voila - hier ist das fertig genähte Exemplar: 

Adventskalender-22

 

Birgit hat die hübschen Muster des Kalenders dann noch mit Swarovski-Steinen verziert und rund um die Taschen gequiltet:

Adventskalender-23

 

 

Adventskalender-24

 

Hier das Endergebnis - der Advent kann kommen!!

Adventskalender-25

 

Mit diesen Schritten sollte sich die englische Nähanleitung erübrigt haben und alle Schritte sollten gut nachvollziehbar sein.

Ich sage "Danke, Birgit" für die tolle Bilderstrecke!!  Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Nähen eines eigenen Kalenders,

Anne Deus & Birgit Fleißner  

 

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Leoparden-Tasche - on the wild Side!

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ACHTUNG - das Taschenpanel ist ausverkauft und NICHT MEHR beschaffbar, der Beitrag ist "nur noch" eine netten Anleitung zum Nähen einer Tasche!

Haben Sie sie schon entdeckt, unsere neue Kollektion "On the Wild Side" von Studio e mit dem tollen Taschenpanel?? Die Stoffe kamen hier an, hübsch in der Kiste, keiner wußte so genau was nun wirklich drin war - und irgendwer packte aus. Dann standen Sie da und schauten uns an, also nicht die Ballen, sondern die Augen vom Leoparden aus dem Taschenpanel... Einmal dran vorbeischleichen, und nochmal, und und und - und irgendwann grummelte der erste hier "haben wollen"... Ende vom Lied, die ersten Panele sind ganz leise verschwunden, Birgit hat gleich zwei der super schönen Taschen genäht.

 

Los geht's - im ersten Schritt werden alle Teile aus dem Taschenpanel ausgeschnitten:

Tasche-Leopard-01

 

Dann werden aus Vlies H630 von Freudenberg (FÜHREN WIR NICHT!!!!!) die Teile für die Taschenwände und Träger ausgeschnitten:

Tasche-Leopard-02

 

Das Vlies wird auf die Außenseiten der Tasche gebügelt, die Außenseiten werden zusammen genäht und die Nähte versäubert:

Tasche-Leopard-03

 

Der Boden der Außentasche wird an den unteren Ecken ca 1,5 Inch breit markiert und abgenäht, getrimmt und versäubert:

Tasche-Leopard-04-1

Tasche-Leopard-04-2

 

Auf eine Hälfte der Träger wird Vlies gebügelt, dann werden die Nahtzugaben der Träger eingebügelt, die Teile zur Hälfte zusammengebügelt und die Träger längs abgesteppt:

Tasche-Leopard-05

Tasche-Leopard-06

Tasche-Leopard-07

 

Die Träger werden an den markierten Stellen der Tasche angesteckt und von rechts angenäht:

Tasche-Leopard-07-2

 

ACHTUNG - hier haben wir unsere Taschen verändert!!! Die aufgesetzte kleine Innentasche war uns zu klein und hat uns so wie ursprünglich gedacht nicht gefallen!

Birgit hat sich ein Stück vom grünen Laubstoff aus der Kollektion geschnappt und das kleine Bild rundum mit vier 1,5" Streifen vergrößert:

Tasche-Leopard-10-1

Tasche-Leopard-10-2

 

Auch die Innentasche hat Birgit mit H630 hinterlegt und mit dem Laubstoff aus der Kollektion gefüttert:

Tasche-Leopard-10-3

 

Jetzt geht es wieder gemäß der Anleitung weiter - das vorbereitete Innentäschchen wird mittig auf ein Teil des Taschenfutters genäht:

Tasche-Leopard-10-4

 

Die beiden Futterteile werden rechts auf rechts zum kompletten Futterbeutel an drei Seiten zusammengenäht, dabei an einer Stelle ca. 8cm zum Wenden offenlassen. Wie an der Außentasche werden auch an der Futtertasche die beiden Ecken des Bodens ca. 1,5" breit abgenäht:

Tasche-Leopard-08-1

 

Zuletzt stecken Sie Futterbeutel und Außentasche rechts auf rechts ineinander, dabei darauf achten, daß die Träger korrekt am oberen Rand zwischen den Teilen liegen. Birgit hat alles rundum mit Clips zusammengesteckt:

Tasche-Leopard-08-2

 

Alle Teile am oberen Rand zusammennähen, die Tasche durch die Öffnung wenden und rundum am oberen Rand absteppen:

Tasche-Leopard-11

 

Zuletzt die Wendeöffnung von Hand schließen - und jetzt stolz "Ihren Leoparden" spazierenführen, bei DEM tollen Bild sollte Ihnen die Begeisterung aller Betrachter sicher sein :-)

Tasche-Leopard-12-1

 

....und wenn Ihnen der Leopard mal zuviel wird, geht die andere Seite mit der (in diesem Fall hübsch aufgewerteten) kleinen Innentasche spazieren:

Tasche-Leopard-12-2

 

Viel Spaß beim Nähen wünschen Birgit Fleißner & Anne Deus

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Inch - oder doch lieber cm?

Patchwork mit Inch-Maßangaben - oder doch lieber cm? Oder etwa Umrechnen?!?

...mitten in der Nacht, wie üblich :-) Während meiner eigenen Näherei am Tranquility ging mir ein Telefonanruf durch den Kopf - einer von leider viel zu vielen zum Thema "Inch oder cm" mit festgefahrener Überzeugung! Warum eigentlich? Ja, wir leben in Deutschland und ja, wir nutzen das metrische System und ebenfalls ja, das anglo-amerikanische System mit Inch, Yard, Meilen mag für manche Dinge schrecklich "krumm" und vermeintlich unpraktisch sein. Aber NOCH ein JA - es ist doch soooo einfach und unendlich praktisch für unser Hobby Patchwork!

Sie nähen gerne nach Inch-Maßen? Fein, dann sind Sie hier nicht gemeint! Hier geht es ganz speziell um all jene Kunden, die das Nähen nach Inch-Maßen ablehnen und immer wieder nach "Umrechnen" fragen. Umrechnen, wie um alles in der Welt soll das gehen?

 

Warum Umrechnen von Inch-Angaben nicht vernünftig klappt

Ja, solange ein Muster nur aus Rechtecken und/oder Quadraten und ein paar Streifen besteht, ist das Umrechnen von Inch auf cm wohl kein Hexenwerk und gut machbar. In diesem speziellen Fall wäre es auch egal, ob mit 2,5 oder 2,54cm pro Inch umgerechnet würde. Aber wehe, es sind Dreiecke im Spiel - und noch lauter WEHE, wenn diese Dreiecke nicht "oversized" sind und zurückgetrimmt werden, sondern mit wirklich exakten Inch-Angaben kommen. Dann sind wir nämlich ganz schnell mal im Bereich von ...7/8 Inch und ähnlichen Angaben unterwegs - umrechnen? Klar, die Zahlen umrechnen kann ich auch, aber wie um alles in der Welt soll ich bitte 3 7/8 x 2,54 = 9,8425cm zuschneiden? Ich kann's nicht, Sie?

Sicherlich nur ein Beispiel, aber warum überhaupt umrechnen? Gönnen Sie sich den Spaß an der Entdeckung der Inch-Maßangaben und der so herrlich einfachen Rechnerei mit den tollen Maßen! 3 7/8 Inch, um bei der oben genannten Zahl zu bleiben, hört sich schrecklich kompliziert an. Aber nehmen Sie doch einfach mal in einer netten Nährunde ein beliebiges Inch-Lineal der Freundin oder Nachbarin in die Hand und schauen es sich an - die 1/4-Inch Einteilungen sieht man auf Anhieb, die feinen Streiche dazwischen, die auf jedem guten Lineal zu finden sind, DAS sind die 1/8-Inch Schritte - und?? Wenn man weiß, wo man hinschauen muss, ist doch alles ganz einfach, oder?

 

Ein einfacher Weg zum Annähern an das Nähen nach Inch-Maßen

Ebenso wie bei der Näherei nach cm-Maßen ist das A und O bei der Näherei nach Inch-Maßen eine konsistente Nahtzugabe. Sie haben keinen Inch-Fuß? Ganz egal, rettet Sie auch nicht - einfach mit einem Stück Isolierband eine Anlegekante an der Nähmaschine markieren und Sie können auch ohne Inch-Fuß wunderbar eine 1/4-Inch Nahtzugabe nähen^^ Der einfachste Weg, eine wirklich konsistente Naht zu erreichen, ist wie bei so vielen anderen Dingen auch - üben! Schneiden Sie sich einen kleinen Stapel 2,5-Inch Quadrate. Jetzt erst mal ein bißchen Mathematik - wir nähen 2 der 2,5 Inch Quadrate mit einer 1/4 Inch Naht zusammen - dann bleiben von jedem der Quadrate 2,25 (oder 2 1/4) Inch übrig, in der Summe der beiden Stückchen also 4,5 Inch - ganz einfach, nicht wahr?

Und nun nähen - immer ein Paar der Quadrate nähen, aufbügeln, nachmessen - solange nähen, bis aus den beiden Quadraten ein 2,5 x 4,5 Rechteck wird - und mit 4,5 Inch meine ich 4,5 Inch, und eben nicht 1/8 Inch mehr oder weniger :-) Glauben Sie's mir, wenn Sie die Sache mit der konsistenten Naht und dem Berechnen einmal richtig "drin" haben, macht das Nähen mit Inch-Maßen unglaublich viel Spaß - und die gesamte Welt der Anleitungen und Bücher aus den USA steht Ihnen offen!

 

Ein hübscher Quilt - probieren Sie's doch einfach mal aus!

Diese Nähanleitung habe ich vor ein paar Tagen gefunden: hydrangeasquilt.pdfEin hübscher kleiner Quilt, nicht zu kompliziert, eine nette Sache, um sich an das Nähen mit Inch-Maßen zu wagen. Auch, wenn Sie ihn nicht nähen möchten - schauen Sie sich doch mal die Explosionszeichnung genau an, da wird das System hinter dem Quilt so schön deutlich! Das Mittelteil ohne die Bordüren ist 40x40 Inch groß, sehen Sie die Elemente?

4 Reihen mit 4-Inch -Elementen, eine Reihe mit 8-Inch-Elementen und wieder 4 Reihen mit 4-Inch-Elementen

4x4 + 8 + 4x4 = 40 - ganz einfach, nicht wahr?

Und wenn Sie nun auf den Geschmach kommen - nur zu, der Quilt ist aus Stoffen meiner neuen Kollektion "Heavenly Hydrangeas" genäht, läßt sich aber auch in vielen anderen Farben und Kollektionen gut nähen! Die Teile sind für den Einstieg schön groß, mit den 4-Inch-Elementen hat man schön was in der Hand. Und wer weiß, vielleicht entdecken Sie ja den Spaß und die Leichtigkeit an der Sache und nähen mit Begeisterung weiter nach den tollen Maßen?

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Tranquility-Fieber

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Patchwork Virus - oder Tranquility-Fieber? Und die Sache mit WoF und LoF...

Wie war das doch gleich mit dem Patchwork-Virus? Wer ihn sich einmal eingefangen hat, der wird ihn nicht mehr los - oder so ähnlich?? Na ja, an manchen Sachen kommt man wohl nicht vorbei - also, zumindestens ich nicht, und Birgit auch nicht! Tranquility, das war dann mal wieder so eine Ecke, die uns beide voll erwischt hat. Sie ahnen es, das Wettnähen ist ausgebrochen :-) 

Und NEIN, es heißt Block of the MONTH Patchwork und NICHT Block of the Night Patchwork - darum gibt es zumindest von mir für's Erste nur einen Ausblick auf ein paar nette Elemente vom ersten Block:

 

Patchwork-Blog-Tranquility-Anne-01

So schaut das also aus, wenn Anne sich mitten in der Nacht an die Nähmaschine verirrt... Birgit ist übrigens schon weiter, grummel - und Sie???

 

Patchworkstoffe schneiden - LoF versus WoF - was ist das und warum?

Die erste Frage zur Anleitung kam heute bei uns an - LoF und WoF, diese Kürzel in der Tranquility-Anleitung stehen für "Length of Fabric" und "Width of Fabric" - oder auf Deutsch Stofflänge und Stoffbreite. Hier geht es um die Frage, in welche Richtung ein Patchworkstoff zu schneiden ist. Der Unterschied liegt in der Festigkeit der Stoffe, nehmen Sie einfach mal ein kleines Stück Stoff in die Hand:

Ziehen Sie es in die Länge - in Richtung der Kette - und? Tut sich nicht viel, oder? Jetzt ziehen Sie es in die Breite - in Richtung vom Schuß - und siehe da, hier ist der Stoff spürbar elastischer und gibt mehr nach.

Um diesen Effekt, der leicht zur Wellenbildung bei langen Bordürenstreifen führen kann, auszumerzen, sehen manche Anleitungen das Schneiden bestimmter Elemente in der Längsrichtung der Stoffe vor. Steht wof bei einer Angabe, dann wird ein Streifen vom Patchworkstoff "quer rüber" von Webkante zu Webkante abgeschnitten. Steht lof bei einer Schneideangabe, dann wird der Stoff von Schnittkante zu Schnittkante geschnitten und es ergibt sich ein relativ formstabiler Streifen.

Wie immer, wenn's um unsere Block of the Month Patchwork Programme oder andere Themen geht - fragen Sie uns, wenn irgendwas unklar ist, wir helfen Ihnen gerne!

Lieben Gruß, Ihre Anne Deus

 

 

 

 

 

 

 

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