Haarseife

Haarseifen

Haarseifen - das ist ein ausgesprochen individuelles Thema, so weit und so kompliziert wie jedes einzelnen Menschen Haarpracht samt der damit verbundenen Vorlieben! Viele Kollegen bieten Seifen mit ausgesprochen niedriger Überfettung als sogenannte Haarseifen an. Auf der anderen Seite berichten Nutzer solcher Seifen immer wieder über strohige, trockene Haare und nutzen zusätzlich Spülungen, um die Haare wieder weich zu bekommen?? Andere Kunden berichten von tollen Erfolgen mit sehr hoch überfetteten Seifen?? Was denn nun...

Generell empfehle ich ALLE von mir handgemachten Seifen auch als Haarseife - hier hilft nur probieren und herausfinden, auf welche Sorten verseifter Öle, Fette und Buttern die eigenen Haare am besten reagieren. Inzwischen liegen mir zu allen zertifizierten Rezepturen meiner Seifenküche positive Rückmeldungen zur Verwendung meiner handgemachten Naturseifen als Haarseifen vor. Aber ebenso natürlich auch negative Rückmeldungen, das ist klar! 

Meine persönlichen Empfehlungen:

Für trockene, angegriffene Haare - jede meiner Rezepturen ist geeignet - alle Seifen auf einen Blick

Für gefärbte, strapazierte Haare - jede meiner Rezepturen ist geeignet - alle Seifen auf einen Blick

Für leicht fettige Haare - alle Sorten, besonders jene mit Reiskeimöl, Baumwollsaatöl und Mandelöl  in der Rezeptur

Bei angegriffener oder empfindlicher Kopfhaut und/oder Schuppen - jede meiner Rezepturen wirkt sich hier ausgesprochen pflegend und beruhigend aus, ganz besonders jene mit Mandelöl, Pfirsichkernöl, Erdnussöl, Olivenöl und Schweineschmalz in der Rezeptur

Bei Hauterkrankungen wie Schuppenflechte, Neurodermitis, etc. - ich bin weder Pharmazeut noch Mediziner und DARF und möchte hier keinen Rat geben. Was ich sagen darf? Sie wären nicht hier und würden hier nicht lesen, wenn Sie mit Ihrer derzeitigen Haarpflege klarkommen würden. Probieren Sie's doch einfach mal aus? 

Und die negativen Seite in Sachen Haarseife:

Für sehr leichtes "fliegendes" Haar, das Stand und Volumen braucht - nach meiner Erfahrung eher gar keine Haarseife, manches kann die chemische Industrie einfach besser als wir Seifensieder!

Für ausgesprochen schweres "klatschiges" Haar, das schon kurz nach der Wäsche wieder zusammenfällt - ebenfalls eher gar keine Haarseife, auch hier der Verweise auf die Industrie, die hier eine Reihe guter Shampoos bereithält

Bitte IMMER berücksichtigen: Nach einigen Wäschen, je nach Haarbeschaffenheit auch nach jeder Wäsche, ist eine sogenannte "saure Rinse" oder "saure Spülung" erforderlich, diese sorgt dafür, daß die Haarschuppen sich nach der Wäsche wieder anlegen und das Haar leichter kämmbar wird. Eine saure Spülung bereiten Sie in einer Karaffe Wasser mit einem Schuß Essig oder Zitronensaft vor und spülen diese einfach über das frisch gewaschene Haar.

Ein wirklich guter Kompromiß in Sachen Spülung? Die Haare mit einer guten Seife waschen und eine dem Haartyp entsprechende industriell gefertigte Spülung verwenden - klappt fantastisch!

Und bitte nicht vergessen: Geben Sie Ihren Haaren ZEIT!! Wenn Sie erstmals eine Haarseife verwenden, dauert es in der Regel mehrere Haarwäschen lang, bis Sie die Veränderung durch die Nutzung einer handgesiedeten Naturseife durch und durch bemerken. Je nach den zuvor verwendeten Mitteln liegen mehr oder weniger viele Rückstände auf und am Haar, es dauert einige Wäschen, bis hier wirklich alles entfernt ist und die Seife ihren Dienst in vollem Umfang tun kann. Bei Wechsel einer Sorte - hier sind die Inhaltsstoffe gemeint, nicht die Duftrichtung - dauert es möglicherweise ebenfalls einigen Haarwäschen, bis der Unterschied in der Wirkung beurteilt werden kann!

Und wenn Sie eine Sorte erwischen, die so gar nicht zu Ihren Haaren passen mag? Nie ein Fehler, jede Seife findet ihren Platz! Wahlweise freuen sich Ihre Hände über die sagenhaft schöne Pflege oder Sie nehmen die Seife mit unter die Dusche und kommen bei normal trockener Haut oft ohne Eincremen nach dem Duschen aus.